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Wenn Kinder nicht zur Schule gehen

Das Fernbleiben hat vielfältige Gründe – CJD begleitet mit Projekt "Neustart" betroffene Familien auf dem Weg zum Wiedereinstieg

Auch wenn die Zahlen nur auf Schätzungen beruhen, geben sie doch Anlass zur Besorgnis: Bei fünf bis zehn Prozent der Schüler*innen in Deutschland kommt es während ihrer schulischen Laufbahn zu so genanntem schulabsenten Verhalten - sie fehlen regelmäßig im Unterricht. Mit schwerwiegenden Folgen: Das Fernbleiben gefährdet zunächst den schulischen Erfolg und langfristig auch die spätere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Mit dem Projekt "Neustart" will das CJD betroffenen Kindern, Jugendlichen und deren Eltern helfen.

Grundsätzlich kommt Schulabsentismus bei allen Schularten, Geschlechtern, gesellschaftlichen Schichten und Ethnien vor. Das Projektteam des CJD vertritt die Haltung, dass jedes schulabsente Verhalten seinen guten Grund hat. Diese Gründe sind vielfältig und müssen individuell betrachtet werden. Nur mit diesem Wissen und einer intensiven Arbeit mit diesen Gründen kann der Besuch der Schule wieder nachhaltig sichergestellt werden. Dieser Aufgabe widmen sich an jedem Standort eine Sozialpädagogin bzw. ein Sozialpädagoge und eine Psychologin. Unterstützt wird das Team von Honorarkräften für Erlebnispädagogik, Therapie und Lernbegleitung. Die Wiederherstellung der Bereitschaft zur Rückkehr in die Schule und die langfristige Verhinderung von Kinderarmut sind die Ziele des Projekts "Neustart", das das CJD seit Juni 2020 an drei Standorten anbietet und das vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird.

"Jede Form des Schulabsentismus bedarf einer individuellen Unterstützung", sagt Nico Gehrling, Fachbereichsleiter Kinder-, Jugend- und Familienhilfe im CJD Württemberg. "Wir helfen, die Stärken und Fertigkeiten der jungen Menschen, deren Familien und des Umfeldes auszuweiten und unterstützen sie dabei, einen Grundstein für die weitere schulische und berufliche Laufbahn zu legen", so Gehrling weiter. "Die jungen Menschen werden damit befähigt, ihr eigenes Leben und das ihrer späteren Familie zu führen, ohne von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen zu sein."

Dem Leitgedanken des CJD - "Keiner darf verloren gehen" – folgend, steht das Projekt "Neustart" allen jungen Menschen ab der 5. Klasse bis zum 18. Lebensjahr offen, wenn sie von Schulabbruch bedroht oder sogar schon betroffen sind. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es das Angebot an den Standorten Stuttgart, Friedrichshafen und Ravensburg. Interessierte Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte können sich bei Projektleiterin Dagnija Krauze (dagnija.krauzenospam@cjd.de) informieren.

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Unterstützung gesucht

Auch in Krisenzeiten sind alle unsere stationären Angebote (Wohngruppen) weiterhin in Betrieb. Für das wichtige und auch während der Krise stabile Arbeitsfeld der stationären Jugendhilfe benötigen wir weitere Unterstützung:

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Aktuelle Information

Die Schulsozialarbeit hat ihre Arbeit an den Schulen wieder aufgenommen. Termine können unter Einhaltung der Sicherheitsvorgaben wieder wahrgenommen werden. Teilweise bestehen noch zeitliche Einschränkungen. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem/Ihrer jeweiligen Ansprechpartner*in über die lokalen Gegebenheiten.

Auch der Jugendmigrationsdienst bietet wieder Beratungstermine vor Ort an. Damit es zu keinen Wartezeiten kommt und die Abstandsregeln eingehalten werden können, wird um Terminvereinbarung gebeten. Außerdem besteht in den Räumen des CJD eine allgemeine Maskenpflicht! Für Terminanfragen und weitere Fragen sowie telefonische Beratung und Online-Beratung erreichen Sie die Mitarbeiter*innen des Jugendmigrationsdienstes vor Ort.

Alle stationären Angebote sind weiterhin in Betrieb. Die Mitarbeitenden und jungen Menschen agieren sehr umsichtig und halten den größtmöglichen Schutz für alle aufrecht. Bisher ist es zu keiner Infektion gekommen. Bitte sehen Sie vorerst von Besuchen in Wohngruppen und Einrichtungen des CJD ab, um unsere Bewohner*innen und Mitarbeitenden zu schützen. Kontaktaufnahmen gerne telefonisch oder per E-Mail.

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